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Die Gotthard Nordrampe
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Die Strecke (Teil 5)

Mittlere Meienreussbrücke

Heute konnten die ersten (Vorbereitungs-) Arbeiten an der mittleren Meienreussbrücke in Angriff genommen werden. Folgende Tätigkeiten zählen dazu

  • Erstellen der Bohrungen für die Weichenstellhebel
  • Erstellen der Bohrungen für die MicroScale-Zwergsignale (damit später keine Servos «angebohrt» werden)
  • Demontieren der unteren Kriegsschleife, damit die Zugänglichkeit von unten gewährleistet ist

Begonnen wurde mit den Bohrungen für die Zwergsignale - dies sind 10mm Bohrungen, welche mit der Parallelgleislehre angebohrt und anschliessend auf 10mm aufgebohrt werden.

Anschliessend wird dann die untere Kriegsschleife demontiert und die Position der Servos sowie die Lage der Weichenantriebsgestänge festgelegt, damit dann die erforderlichen Nuten und Aussparungen (analog der unteren Meienreussbrücke) gefräst werden können.

01.05.2014

Jetzt wurden die Positionen der Servos und der Weg des Gestänges (kollisionsfrei) festgelegt, damit dann anschliessend die Nuten gefräst werden können. Die Dübel «simulieren» die Zwergsignale und sind so unübersehbar - hoffe ich jedenfalls ;-)

05.05.2014

Die Brücke wurde «verstärkt» (damit sich das Trassee bei den Fräsarbeiten nicht bewegen kann) und zusätzlich wurde Platz geschaffen, damit die Zugänglichkeit von unten etwas besser ist. Dazu wurde eine Geländestütze demontiert und auch ein Trassenverbindungsstück musste «weggemeisselt» werden; da es erstens für die Fräsarbeiten und später auch für die Sustenpassstrasse im Weg ist.

Die groben Fräsarbeiten sind jetzt erledigt - und die Sauerei ist auch beachtlich für das bisschen Fräsen. Zwischendurch musste immer wieder eine Pause eingelegt werden, damit der Fräser und die flexible Welle abkühlen konnten - kam mir auch gelegen ;-)

06.05.2014

Letzte Fräsarbeiten, damit der Stell- und Umlenkhebel sich frei bewegen können; anschliessend Positionieren des Umlenkhebels und befestigen. Jetzt werden die Servos in Stellung gebracht, damit diese dann befestigt werden können.

07.05.2014

Das definitive Ausrichten und Befestigen der Servos ist vollbracht. Mit «fliegendem» Decoder wurden die Weichenendlagen und die Umlaufgeschwindigkeit eingestellt - jetzt kann dann die Geländestütze wieder montiert werden. Danach können auch die Decoder befestigt und verkabelt werden.

Der Brückenbau beginnt ...

 

Die Decoder wurden nun auch schon an der definitiven Position befestigt - bevor aber die Verdrahtung in Angriff genommen werden kann muss die Meienreussbrücke erstellt werden. Da diese genau über bzw. unter den Servos und dem Antriebsgestänge zu liegen kommt muss sie für spätere Wartungszwecke abnehmbar sein - das alleine ginge ja noch, aber die Brücke liegt zusätzlich auch gerade noch in einer S-Kurve - also nichts mit einfachem, geraden Brückenbau.

Die Kontur der Brücke wurde auf 5mm Sperrholz übertragen - und jetzt stellte sich eigentlich die alles entscheidende Frage: Soll das Sperrholz gebogen (also dem Trassee anpassen) oder in Einzelteile «zerlegt» werden? Diese Frage hat mich einige Tage lang beschäftigt; ein Versuch mit 4mm Balsaholz fiel nicht gerade überzeugend aus.

Die Ausführung des Brückenbaukurses von «stivaretica» im Albulamodellforum haben mich dann dazu bewogen, die Brücke in drei Teile zu zerlegen (und auch das Trassee, dort wo es übersteht, abzusägen) und so dem Streckenverlauf anzupassen.

18.05.2014

Nun ging's an Aussägen - Bogen für Bogen wurde in Anfriff genommen, und am Schluss kam dann noch die Feile zum Einsatz. Anschliessend wurde die Brücke dann in die drei Teile zerlegt.

19.05.2014

Die ausgesägten Brückenseitenteile werden nun zur Positionierung am Trassee befestigt und die endgültige Position bestimmt; beachtet werden muss auch dass die durchgehenden Brückenbögen keine Hindernisse aufweisen (Servos, Zwergsignale).

19.05.2014

Die Distanz zwischen den Seitenteilen ist ausgemessen und die entsprechenden Distanzstücke werden jetzt montiert, so dass es das erste Mal wirklich nach einer Brücke aussieht

Diese drei vorgefertigten Teile werden jetzt wieder am Trassee befestigt und ausgerichtet, so dass die Brücke wieder «aus einem Stück» ist - oder wenigstens von vorne aus gesehen so wirkt.

19.05.2014

Mit einem Messingstreifen wurden die Winkel zwischen den einzelnen Brückenteilen «abgegriffen» und auf Holz übertragen, so wurden kleine Übergangsstücke hergestellt, welche jetzt zwischen die Seitenteile eingeleimt werden.

20.05.2014

Beim Entfernen des Lehrgerüstes habe ich festgestellt, dass dies wegen der Geländestütze (rote Markierungen) und der Auflage für die Brücke ziemlich umständlich vonstatten geht. Aus diesem Grund wurde die Geländestütze nach links versetzt, so dass sie ausserhalb des Brückenbereiches zu liegen kommt.

Das bedeutet natürlich, dass der Weichendecoder wieder entfernt und umpositioniert werden muss, dass die Trasseenauflagen versetzt werden müssen, auch dass die Trassee an bestimmten Stellen verstärkt werden muss (wegen Durchhänggefahr) und und und ...

Das Lehrgerüst wurde noch etwas «gerichtet» und an den kritischen Stellen nochmals verleimt. Auch wurde festgelegt, wo dass die zusätzlichen Querstreben befestigt werden können und welche Brückendurchbrüche durchgehend dargestellt werden können und welche nicht (Servos und dergleichen im Profil).

21.05.2014

Das Entfernen («wegmeisseln») der Trasseeverbindung unter der Brücke und auch das Verschieben der Geländestütze haben dazu geführt, dass sich ein Knick gebildet hat - dieser musste mit etwas Gewalt wieder in die Schranken gewiesen werden, da er genau im Brückenbereich lag und ziemlich gut sichtbar war. Und was lernt man daraus? Richtig, schon beim Planen darauf achten, dass das Trassee in Brückenbereichen immer aus einem Stück besteht und nicht zusammengesetzt werden muss - die Stabilität wird es danken!

Auch wurden jetzt die «überstehenden» Kanten des Trassees entlang der Brücke weggesägt (von Hand mit einem leeren Sägeblatt; war ganz schön knifflig) und auf der Gegenseite die offenen Stellen mit einem passenden Stück wieder geschlossen; zum Schluss noch mit der Feile die Kanten begradigt.

22.05.2014

Jetzt wurden die «zusätzlichen Querstreben» auf die Länge hergestellt (damit die Seitenwände der Brücke gemäss Viadukt-Normalien einen Anzugswinkel von 1:40 haben) und eingeleimt (ausser wenn ich den Leim vergessen habe, was sich nach dem Lösen der Schraubzwinge sofort bemerkbar gemacht hat) - und so sieht die Baustelle dann aus:

23.05.2014

Einbau der Gewölbewände - dazu habe ich 1mm Balsaholz verwendet; dieses lässt sich ausgezeichnet biegen (aber nur in einer Richtung) so dass die Innenbögen direkt aus einem Stück hergestellt werden können.

Die Brücke nimmt immer mehr Formen an, jetzt «fehlen» noch zwei Innenbögen und dann zum Schluss der grosse Bogen - hier die Impressionen.

24.05.2014

Die noch fehlenden Innenbögen wurden heute eingesetzt - mit dem grossen Innenbogen warte ich zu bis am Schluss. Die Brücke hat einen Gesamtlänge von 75cm, der grossen Innenbogen eine Spannweite von 32cm.

28.08.2014

Heute wurde der letzte Gleiswechsel auf der Strecke digitalisiert - nun fehlen nur noch die Weichen im Bahnhof Wassen; das sind drei "normale" Weichen und die neue Dreiwegweiche von Peco. Wenn der Bahnhofsbereich digitalisiert ist kommt dann die Rückmeldung an die Reihe.

Last Update: 10.02.2019, 18:00