Elektrischer Anschluss einer doppelten Gleisverbindung

Einleitung

Eine doppelte Gleisverbindung von Peco ist elektrisch bereits ab Werk in verschiedene, elektrisch getrennte Teilbereiche eingeteilt.

Aufgabenstellung

Elektrische Ansteuerung abhängig von der Weichenstellung bzw. unabhängig von einer Softwaresteuerung.

Die elektrische Ansteuerung der Weichenzungen kann bei digital gesteuerten Anlagen über die auf den meisten Weichendecodern vorhandenen Umschaltrelais erfolgen (Bild 2), unter Umständen auch „nur“ über das Anliegen der Weichenzungen an den Aussenschienen.

Komplizierter wird es da mit den gelb umrandeten, roten Schienenbereichen (Bild 3): Diese können nicht einfach nur mit „Saft“ versorgt werden; son­dern müssen aufgrund der Weichenstellungen mit der richtigen Polarität versorgt werden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass bei einem „ungültigen“ Fahrweg (beide linken oder beide rechten oder alle vier Weichen auf Ablenkung) ein Kurzschluss entsteht.

Mögliche Lösung

Die gelben und orangen Bereiche im Innenteil der Weiche können über die vorhandenen Anschlussdrähte fix verdrahtet werden, da sie immer, ungeachtet des Fahrweges, die gleiche Polarität benötigen und auch keinen Kurzschluss verursachen können.

Die grünen Bereiche (hell- und dunkelgrün; Weichenzungen) stellen eigentlich auch kein besonderes Problem dar; sie können entweder über die anliegenden Weichenzungen am Aussengleis oder, und dies ist die sicherere Methode, über die Polarisationsrelais auf dem Weichendecoder mit der richtigen Polarität versorgt werden.

Kniffliger wird hingegen der Anschluss der beiden roten, gelb umrandeten Schienenbereiche: Eigentlich wäre eine Spannungsversorgung über die Polaritätssteuerung der Weichenzungen der diagonal gegenüberliegenden Weiche möglich, da diese die gleiche Polarität aufweist; problematisch wird’s aber mit dieser Lösung, wenn alle vier Weichen auf Ablenkung sind.

Aus diesen Gründen sollte die Spannungsversorgung dieser Bereiche über gesonderte Schalter erfolgen, und zwar so, dass die Polarität auch beim Schalten von Hand (also ohne Steuerungssoftware; „nur“ mit dem Digitalsystem) korrekt ist und kein Kurzschluss produziert wird.

Die beiden dunkelroten, "kurzschlussträchtigen" Bereiche werden über zusätzliche Microschalter, welche direkt durch das Servo betätigt werden, mit der richtigen, dem Fahrweg entsprechenden Polarität versorgt. Ist ein „ungültiger“ Fahrweg eingestellt (alle vier Weichen auf Ablenkung) sind die roten Schienenbereiche spannungslos.

Hier sind zwei einpolige Umschalter verwendet; ebenso kann ein doppelpoliger Umschalter zum Einsatz kommen, alle vier Servos werden so ausgerüstet

Verdrahtung

Zustand: Beide Weichen gerade

Die Schaltung ist so ausgelegt, dass, wenn beide Weichenzungen gerade ODER beide auf Ablenkung sind, der rote Gleisbereich spannungslos ist. Nur wenn eine Weiche gerade UND die andere auf Ablenkung ist wird Spannung mit der richtigen Polarität durchgelassen.

Zusammen mit WA4D's (nur eine Hälfte dargestellt) sieht's dann so aus:

Gesamthaft werden 4 Decoder WA4D, 4 Servos und vier doppelpolige (oder 8 einpo­lige) Umschalter benötigt; verwendet man die neuen WA5D Decoder werden nur zwei Decoder benötigt.