Montag, 20.05.2019 23:43
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Die Gotthard Nordrampe
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Starkstrommasten


nach Schweizer Vorbild habe ich in Spur N bis jetzt nicht gefunden. FineScale München  stellt wunderschöne Modelle nach Italienischem Vorbild her, doch die passen mir nicht so recht. Also hab ich mir Pläne besorgt, Fotos geschossen und jetzt geht's an die Planung im Massstab 1:160.

Der Situationsplan


Zwischen Göschenen und Wassen verläuft die Starkstromleitung an der  westlichen Bergflanke, immer in Sichtweite der Gotthardlinie.


Die Masszeichnung eines Mastes - imposante 73m hoch und am Fuss 8m Seitenlänge.

Erste Muster


Der allererste Entwurf, auch im Massstab 1:160 immer noch stolze 46cm hoch.


Muster aus Papier, die oberen 2 sind aus 80g und die unteren dann aus 160g schwerem Papier - schon beim Schneiden ein Riesenunterschied, auch die Stabilität nimmt enorm zu - doch ist es die richtige Lösung? Ganz zu unterst sieht man die Abwicklung, welche gegenüber den oberen Bildern bereits korrigiert ist (Fehler ganz unten beim Beginn der Verstrebungen).

Details am Original


Um gewisse Details nachbilden zu können und auch die richtigen Dimensionen in die Planung einfliessen zu lassen habe ich heute halt mal den Starkstrommasten ganz in der Nähe besucht.

Dieser Besuch hat folgende Fakten zu Tage gefördert:

  • Die Verstrebungen beginnen ganz unten nur an zwei Masten
  • Der Betonsockel hat die Masse 80x80x80cm
  • Die Querstreben sind 10cm Rohre, welche an den Enden zusammengequetscht und verschraubt sind
  • Der untere Teil des Mastens ist ein C-Profil, weiter oben dann ein L-Profil
  • Masse des L-Profils sind 21x21x1.5cm

Das Modell

Da der Mast im Massstab 1:160 doch etwas gar hoch wirkt habe ich mal verschiedene andere Massstäbe ausprobiert und mich schliesslich für 1:300 entschieden; Masthöhe ist dann 24.5cm.

Gefertigt wird der Mast aus Hassler Messing L-Profilen (1.5x1.5x0.3mm) und Flachprofilen (1.0x0.5mm). Diese sind ausgezeichnet lötbar und der Mast erhält genügend Stabilität.

Zuerst werden auf der Lötlehre die Seitenprofile hergestellt, befestigt mit Schienennägeln, so dass die L-Profile nicht kippen können.

Anschliessend werden die fertigen Seitenprofile "hochkant" befestigt, so dass jetzt die dritte Seite gelötet werden kann.

Jetzt wird's knifflig - die vierte Seite ist an der Reihe: der Mast wird wieder auf der Lehre befestigt, so dass nun die letzte Seite unten liegt. Voraussetzung ist, dass die Spitze des Lötkolbens durch die Öffnungen passt.

Alle vier Seiten fertig gelötet, erste Stellprobe im Gelände.

Querträger aus L-Profilen

Verstrebungen im Querträger

Alle drei Querträger sind erstellt, jetzt müssen die Lötstellen verputzt werden.

Bereit zum Spritzen - gereinigt und entfettet, und nach dem ersten Spritzvorgang.

Der Mast besteht aus über 150 Einzelteilen und hat mich ca. 12 Stunden Arbeit gekostet - und es hat Spass gemacht. Weitere Detailierungsarbeiten folgen.

Fertig geairbrusht und mit Klarlack behandelt - so sieht der Mast im Gelände aus. Durch die langen "Beine" kann er auch in Hanglagen parkiert werden.

Und hier noch die richtigen Bilder

Aufgrund eines Upgrades sind die Bilder etwas durcheinander geraten - hier die korrekten Bilder, allerdings ohne Kommentare ...

Last Update: 17.04.2015, 18:00