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Die Gotthard Nordrampe
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02.06.2012

Die Zugkontrolleinrichtungen der SBB

Keine Kompromisse bei der Sicherheit

Bei der Sicherheit setzt die SBB europaweit hohe Standards: auf dem Schweizer Schienennetz überwachen mittlerweile 100 Zugkontrolleinrichtungen ( ZKE ) den Bahnverkehr.

Die verschiedenen Mess- und Sensoranlagen übernehmen rund um die Uhr automatisch eine Vielzahl von Kontrollfunktionen. Sie erkennen technische Mängel, bevor diese auf dem Schienennetz zu einem Ereignis führen können. Die Messanlagen sind vernetzt und mit dem ZKE-Interventionszentrum in Erstfeld verbunden. Von hier aus werden bei einem eingehenden Alarm unverzüglich die notwendigen betrieblichen Schritte eingeleitet.

Mit derzeit 81 Anlagen steht die Heissläufer- und Festbremsortung am häufigsten im Einsatz. Bei voller Streckengeschwindigkeit misst diese die Temperatur der Achslager und Bremsscheiben vorbeifahrender Züge. Bei der Messung erkennen die Anlagen festsitzende Bremsklötze, heisse Bremsscheiben und heissgelaufene Achslager. Seit 1998 hat es in der Schweiz keine Entgleisung mehr wegen Heissläufern oder blockierten Bremsen gegeben.

Die SBB verfügt über ein europaweit einzigartiges Kompetenzzentrum für ZKE. Trotz den künftigen Herausforderungen bei der Finanzierung der Bahninfrastruktur macht die SBB bei der Sicherheit keine Kompromisse. Das bestehende ZKE-Netz wird weiter ausgebaut. Die ZKE leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs in der Schweiz.

  • Urs Nietlispach, Leiter Zugkontrolleinrichtungen ZKE hat in einem spannenden Referat diese Aspekte den Zuhörern (vielleicht ausser Demjenigen, der laut «geschnarcht» hat ;-)) eindrücklich vermittelt
  • Martin Frey, Projektleiter SCS, hat anschliessend zusammen mit einem Mitarbeiter des Interventionszentrums Erstfeld das Vorgehen bei einem Problemfall an konkreten Beispielen erläutert

Hier noch einige interessante Links zum Thema ZKE:

Nach dem Mittagessen (wie immer im Frohsinn) wurde dann durch das EIZ am Objekt (Ae6/6 11402, Uri-Stier) demonstriert, wie eine aus den Schienen geratene Lok wieder aufgegleist wird - immerhin 120t, die da bewegt werden müssen.

 

Zu guter Letzt (also nach dem Aufgleisen) ging's dann noch zu Kaffee und Kuchen ins Depot - alte Bekannte, ihres Zeichens alle Lokführer, waren auch dort zu finden! Einer war sogar am Arbeiten, wurde mir gesagt - am Abwaschen ;-)

Dies war dann der Abschluss eines spannenden Tages, zumal ich noch mit  Roger, Fritz und Markus (die anderen zwei Namen sind mir schon wieder entfallen - sorry!) interessante Gespräche führen konnte - und dies wird wohl das nächste Mal fortgesetzt.

Last Update: 05.07.2015, 09:00