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Die Gotthard Nordrampe
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EC - Eurocity


Die EuroCity-Wagen (Apm EC und Bpm EC) der SBB sind zwar nach ähnlichen Prinzipien aufgebaut worden, werden aber in der Schweiz nicht als Einheitswagen bezeichnet. Ausländische Zeitschriften haben vereinzelt die unzutreffende Bezeichnung EW V verwendet. Konstruktiv zur gleichen Gruppe gehören die Bt IC, die mit den EW IV eingesetzt werden und lediglich eine Einspannungsausrüstung (für 1000 V 16.7 Hz) aufweisen.

1989–1995 stellte die SBB eine weitere Grossraum-Wagenserie für den EuroCity-Verkehr in den Dienst, die auf den 1980 abgelieferten Bpm RIC und dem EW IV aufbaute. Für beide Wagenklassen wurde der gleiche Wagenkasten mit zehn Fenstern zwischen den Schwenkschiebetüren an den Wagenenden benutzt. Das Dach war von der gleichen Bauart wie beim französischen Corailwagen, die Längssicken waren aber schon bei den Einheitswagen I bis IV vorhanden. Die Schürzen wurden tiefer gezogen als beim EW IV, so wie es für den EW V vorgesehen war. In den Abmessungen entsprechen die Wagen dem UIC-Z1-Standard. Die Farbgebung in zwei Grautönen mit hellem Streifen dazwischen wurde zuvor bereits für die zu zweiklassigen EuroCity-Zügen umgebauten TEE-Züge (RABe) angewendet. Der helle Streifen des Eurofima-Anstrichschemas wurde beibehalten. Der Bereich über dem weissen Begleitstreifen war nun in Umbragrau gehalten, darunter im helleren Verkehrsgrau A (RAL 7042). Die 60 Sitzplätze der ersten und 80 der zweiten Klasse sind durchgehend in Vis-à-vis-Anordnung gehalten.

Diese Wagen sind voll RIC-fähig und für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h einsetzbar. Insgesamt wurden 70 Apm und 155 Bpm geliefert. Ab der zweiten Lieferung erhielten die Bpm eine geräumige rollstuhlgängige Toilette sowie Rollstuhlstellplätze; diese Wagen sind äusserlich an den Rollstuhlpiktogrammen sowie an roten Quadraten an den Wagenecken zu erkennen. Bei den ersten 16 (240–255) dieser 115 Wagen wurden einige Sitzreihen entfernt und Veloständer montiert, sie erhielten aussen grosse Velopiktogramme (Velo: schweizerdt. für Fahrrad) . Einige Wagen wurden im Hinblick auf die Eröffnung der Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist mit geschlossenen Toiletten versehen, damit sie dort verkehren dürfen. Ein Teil davon (Apm 251–260 und Bpm 309–328) erhielt einen Cisalpino-Anstrich für den Einsatz nach Italien, alle Wagen blieben aber im Eigentum der SBB. Nach Rücknahme der Verkehre von der Cisalpino AG wurden die Aufschriften entfernt, die Wagen blieben bis zur Modernisierung in abweichenden Farben im Einsatz.

Anfang Februar 2008 beschloss der Verwaltungsrat der SBB, die 236 EC-Wagen (70 Apm, 12 Panoramawagen, 154 Bpm) ab 2009 für CHF 137 Mio. umfassend und behindertenfreundlich zu modernisieren. In die Wagen werden geschlossene Toilettensysteme und Steckdosen für Laptops und Handys eingebaut, ausserdem werden die Wagen pendelzugfähig und der Aussenanstrich den EW IV angeglichen. Durch vermehrten Einsatz von Triebzügen im internationalen Verkehr soll ein grösserer Teil der Wagen in Inlandszügen ältere, nicht klimatisierte Wagen ersetzen, sie behalten aber ihre Mehrstromausrüstung und bleiben international einsatzfähig.

SBB Apm
1. Klasse Panoramawagen
Betriebsnummer  
Baujahr  
Gewicht  
Geschwindigkeit  
Sitzplätze  
Modell Minitrix 13367
Dokumente  
Besonderes /
Bemerkungen
 
SBB Apm
1. Klasse Grossraumwagen
Betriebsnummer  
Baujahr  
Gewicht  
Geschwindigkeit  
Sitzplätze  
Modell Minitrix 13365, 13794
Dokumente  
Besonderes /
Bemerkungen
 
SBB Bpm
2. Klasse Grossraumwagen
Betriebsnummer  
Baujahr  
Gewicht  
Geschwindigkeit  
Sitzplätze  
Modell Minitrix 15906, 13366, 15085, 15086
Dokumente  
Besonderes /
Bemerkungen
 
Apm (UIC-Bauart-Bezeichnungssystem)
Gattung A Personenwagen 1. Klasse
Kennbuchstabe p Grossraumwagen mit Mittelgang
m Wagen mit mehr als 24 Metern Länge
Bpm (UIC-Bauart-Bezeichnungssystem)
Gattung B Personenwagen 2. Klasse
Kennbuchstabe p Grossraumwagen mit Mittelgang
m Wagen mit mehr als 24 Metern Länge
Last Update: 30.12.2015, 14:00