Benutzer:  Gast     Sonntag, 16.12.2018 06:05
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Die Gotthard Nordrampe
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Inbetriebnahme und Programmierung

 

Auch für den Blücher GBM16X-8A habe ich mir eine «Kurzanleitung» gemacht, da sich die Programmierung doch wesentlich von derjenigen des Uhlenbrock Modules 63340 unterscheidet.

Im Gegensatz zu den Rückmeldern 63340 kann hier nur die Startadresse eingestellt werden, die folgenden Adressen sind fortlaufend von 2-16 nummeriert - mir ist jedoch (noch) kein Fall bekannt, wo dies wirklich notwendig wäre. Ein weiterer Unterschied ist der Programmiervorgang: Der GBM16X-8A muss am Programmierausgang der IB angeschlossen sein, d.h., er kann nicht an der Anlage «mal eben schnell» ausgelesen bzw. umprogrammiert werden.

Anschlussschema UB63340 an IB
Anschlussschema UB63340 an IB

Das Rückmeldemodul wird wie folgt an die Intellibox angeschlossen:

  • Klemme B1 an die Klemme 5 (Programmierausgang rot) der IB
  • Klemme M an die Klemme 6 (Programmierausgang braun) der IB
  • Klemme UW und M an eine separate Wechselstromquelle - dies ist ausserordentlich wichtig: Falls dieselbe Spannungsquelle wie für die Zentrale verwendet wird beginnen alle sich auf der Anlage befindlichen Loks zu "rattern"
  • Jumper 1,2 und 3 stecken
  • Jumper 5 (Programmierbrücke) entfernen
  • IB und Rückmelder mit Spannung versorgen
Einstellung an der IB und in TC
Einstellung an der IB und in TC

Die Programmierung des GBM16X-8A erfolgt wie ein DCC-Decoder, entweder im CV oder im PAGE-Mode.

Nachfolgend wird die Programmierung im CV-Mode beschrieben.

Ist der Anschluss wie oben beschrieben erfolgt und die IB sowie der Rückmelder eingeschaltet kann in das Grundeinstellungsmenü der IB gewechselt werden:

  • [menu] [mode] --> Decoder Program.
  • DCC Program. --> CV Prog. bytew.
  • CV 1 --> I-Adresse eintragen (2x D-Adresse -1)

Die I-Adresse errechnet sich aus der doppelten D-Adresse minus 1. Die D-Adresse (Displayadresse) ist diejenige Adresse, welche von der IB und TC verwendet wird.

Die CV-Variablen

Mit Hilfe der CV-Variablen werden die Eigenschaften des GBM16X-8A eingestellt, von der Adresse bis zu den Verzögerungen jedes einzelnen Einganges.

Adresse LNCV1

Das untere Byte der Adresse; Standardwert ist 65. Dieser Wert kann geändert werden.

Informelle LNCV's

Diese LNCV's können nur gelesen werden und enthalten Informationen zum Modul:

  • LNCV 7: Versionsnummer der Software
  • LNCV 8: HerstellerID (= 0XAA)
  • LNCV11: Softwareversion des s88-Interfacemodules
  • LNCV14: Softwareversion des LocoNet-Interfacemodules
  • LNCV15: Softwareversion des Lenz RS-Interfacemodules
  • LNCV29: Konfigurationsdaten
  • LNCV83-86: Seriennummer des GBM16X-8A

Ansprechempfindlichkeit LNCV33-LNCV48

Hier wird für die Eingänge 1-16 eingestellt, wie lange der Gleisabschnitt belegt sein muss bis der Rückmeldeeingang belegt meldet. Standardwert für die Belegtmeldung ist 1 (=0.025s), gültige Werte sind 1-255 in Schritten von 25ms.

Abfallverzögerung LNCV49-LNCV64

Hier wird für die Eingänge 1-16 eingestellt, wie lange der Gleisabschnitt frei sein muss bis der Rückmeldeeingang frei meldet. Standardwert für die Freimeldung ist 13 (=0.325s), gültige Werte sind 1-255 in Schritten von 25ms.

Modulkonfiguration LNCV82

Flag für das Verhalten bei Spannungsausfall:

  • Wert 0: Überwachung aller Eingänge mittels Hilfsspannung
  • Wert 1: Speicherung der Eingänge 1-8, Überwachung der Eingänge 9-16 mittels Hilfsspannung
  • Wert 2: Speicherung der Eingänge 9-16, Überwachung der Eingänge 1-8 mittels Hilfsspannung
  • Wert 3: Speicherung aller Eingänge mittels Hilfsspannung

Modulkonfiguration LNCV106

Mit diesen Werten kann das Verhalten des LocoNet Interfaces konfiguriert werden:

  • Bit0 = Verhalten bei GPON, ist es gesetzt dann reagiert das Interface nicht auf GPON
  • Bit1 = Verhalten bei SIC (Stationary Interrogate Command),  ist es gesetzt dann reagiert das Interface nicht auf SIC

Standardwert ist 0, d.h. dass das Modul auf GPON und SIC reagiert.

  • GPON = Verhalten bei Power ON
  • SIC = Verhalten bei Zustandsänderung eines Einganges

Zu beachten ist, dass es sich hier um ein Bitmuster handelt. Dies errechnet sich so:

  • Bit0: Ist es auf 0 dann ist der Wert 0, steht es auf 1 dann ist der Wert 1
  • Bit1: Ist es auf 0 dann ist der Wert 0, steht es auf 1 dann ist der Wert 2

Zum Schluss werden jetzt die Werte zusammengezählt und dieser Wert wird dann bei LNCV106 eingetragen.

Last Update: 21.02.2016, 19:00