Benutzer:  Gast     Samstag, 23.09.2017 06:48
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Die Gotthard Nordrampe
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Der digitale Betrieb einer Modelleisenbahnanlage

 

Über "Digital" wird viel berichtet - von den Herstellern und den Modelleisenbahnern. Vieles davon ist korrekt, einiges aber entspricht lediglich dem Wunschdenken der Zielgruppe. Einige Informationen sind auch irreführend und ergeben ein falsches Licht der Thematik "Digital". So ist zum Beispiel der Werbeslogan "Digital benötigt nur zwei Drähte" gerade mal für das Oval aus der Startpackung mit zwei Weichen gültig; ansonsten ist mit mindestens gleichviel Verdrahtungsaufwand wie bei einer herkömmlichen Anlage zu rechnen - mindestens!

Aber was ist denn nun genau unter dem Begriff "Digital" zu verstehen? Genau diese Frage verunsichert viele "analoge" Modelleisenbahner, die sich allmählich mit der digitalen Modelleisenbahnwelt zu beschäftigen beginnen. Eine Modelleisenbahn kann in 3 Hauptvarianten digital betrieben werden, nämlich

Digital Fahren

Dies ist die Minimalvariante, bei der die Lokomotiven mit Decodern ausgerüstet werden und anstelle des "normalen" Trafos eine digitale Zentrale zum Einsatz kommt. Somit ist es möglich, dass beliebig viele Fahrzeuge unabhängig voneinander auf demselben Gleis verkehren können. Zudem bringt die Digitalisierung der Loks - entsprechende Decoder vorausgesetzt - eine enorme Verbesserung der Fahreigenschaften mit sich (Lastregelung, Langsamfahrverhalten, ...).
Ist in den Lokomotiven kein Platz für den Decodereinbau (Spur Z) oder ist der Lokbestand zu gross, gibt es die Möglichkeit der sogenannten "stationären" Blockdecoder. Hier wird der Decoder quasi in die Strecke eingebaut (Anzahl Blöcke = Anzahl Decoder).

Digital Fahren und Schalten

Zusätzlich zum Fahren werden hier auch die Weichen durch die digitale Zentrale gesteuert. So lassen sich komplexe Weichenstrassen auf einen Knopfdruck schalten und verriegeln (dadurch können Flankenfahrten verhindert werden); wird die Anlage erweitert (Weichenein- oder Ausbau), sind keine Anpassungen an der Verdrahtung vorzunehmen, sondern "nur" die Definitionen der Weichenstrassen anzupassen.

Digital Fahren, Schalten, Rückmelden und mittels Computer Steuern

Eine Rückmeldung macht erst dann Sinn, wenn ein Computer mit einer entsprechenden Software benutzt werden soll. Die Rückmeldung teilt dem Computer mit, wo sich welcher Zug in welcher Richtung befindet (Blockstellen, genau wie beim Vorbild). Dadurch ist es der Software möglich, selbstständig Züge fahren zu lassen und, wenn nötig, abzubremsen oder anzuhalten und wenn der voraus liegende Block frei ist, wieder zu beschleunigen. Es ist auch möglich, einen Zug "von Hand" zu übernehmen und den Computer die restlichen Züge fahren zu lassen.

Ich berichte an dieser Stelle von meinen positiven und negativen Erfahrungen im Digitalbereich und von der Verwendung von Software zur Steuerung der Modelleisenbahn.

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Last Update: 27.12.2014, 11:00