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Die Gotthard Nordrampe
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Depot Erstfeld


Die Anfänge unter der Gotthardbahn

Baubeginn im Gebiet Klus für den Bahnhof Erstfeld war 1879. Anfänglich war der Bahnhof für den Betriebswechsel zur Gotthard-Bergstrecke in Silenen geplant gewesen, wurde jedoch nach Erstfeld verlegt. 1880 wurde auf Genehmigung des Bundesrates der Bau einer Remise beschlossen. 1881 war der Bau vollendet und 1882 ging der Bahnhof gemeinsam mit der Gotthardbahn in Betrieb. 1883 wurde die Remise zu einer Nebenwerkstätte der GB ausgebaut, nachdem der Standort Bellinzona als Hauptwerkstätte auserkoren wurde. Für die Vergabe hatten sich zehn Orte beworben. 1887 folgte eine Personenwagenremise erstellt. 1893 folgte die Erweiterung des Empfangsgebäudes um einen Wartesaal, zudem wurde eine Perronhalle mit Bahnsteig erbaut. Zwischen 1893 und 1895 wurde die Strecke zwischen Altdorf und Silenen auf Doppelspur ausgebaut, ehe 1913 die GB an die SBB überging.

Nach der Übernahme durch die SBB
1920 wurde der erste Abschnitt der Gotthardbahn zwischen Erstfeld und Ambri-Piotta elektrifiziert, jedoch wurde bis 1921 nur mit 7500 Volt Wechselstrom gefahren, um Überschläge an den Isolatoren zu vermeiden. 1922 waren schliesslich die Bahnstrecke Luzern–Immensee und die Gotthardbahn elektrifiziert, so dass die gesamte Strecke von Luzern nach Chiasso unter dem Fahrdraht stand. Im selben Jahr wurde als Vorbereitung auf die neuen elektrischen Lokomotiven die heute noch bestehende freistehende Remisenhalle an die alte Dampflokremise angebaut. Die letzte Dampflok, die C 5/6 2969, verliess den Bahnhof Erstfeld erst am 25. November 1968, nachdem sie noch als Schublok zur Rotary-Schneeschleuder im Einsatz war.

1970 bis 2000
1973 wurde das neue, 5 Millionen Franken teure, Integra Signum-Stellwerk eingebaut. Es löst unmittelbar vor dem Bahnhof Erstfeld das Zentralstellwerk im Bahnhof Arth-Goldau ab, um danach die die gesamte Gotthard-Nordrampe zu übernehmen. Am 22. März 1987 geriet der Dachstock der Remisenhalle in Brand. Ausgelöst wurde das Feuer durch einen Lichtbogen, der durch den Kurzschluss auf dem Dach einer Lokomotive verursacht wurde. Der gesamte Dachstock musste daraufhin erneuert werden. Nur zweieinhalb Jahre später, in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1990, brannte das Dachgebälk erneut, als nach einem Orkan eine Ziegelklammer auf die Fahrleitung geweht wurde und der dadurch verursachte Lichtbogen das Hallendach in Brand setzte. Knapp ein Jahr später war sie wieder aufgebaut. 1992 wurde der heutige Zwischenperron mit den daran angeschlossenen Gleisen 2 und 4 erstellt. Das Gleis 3 wurde für den Bahnsteig zurückgebaut. Nachdem bis Anfang der 1990er Jahre die Hauptaufgabe des Depots Erstfeld war, die Lokomotiven für den zusätzlichen Schiebe- oder Vorspanndienst zu stellen, entfielen durch die heutigen Ganzzüge auch der Rangiervorgang in Erstfeld, was zu einem Verlust der Arbeitsplätze führte. Mit der Divisionierung der SBB in die drei Einheiten Infrastruktur, Personenverkehr und Cargo ging das Depot Erstfeld an die Division Cargo. 2002 wurde es von SBB Historic als Aussenstation des Verkehrshauses Luzern bezeichnet. Diese Funktion würde es dann nach der Eröffnung des Basistunnels 2016 übernehmen.

Quelle: Wikipedia

Bahnverkehr in Erstfeld 1990

Last Update: 22.08.2018, 21:00